Geschichte Wasserball
Die frühen Jahre
Von 1922 an, seit der ersten Berliner und Brandenburger Wasserballmeisterschaft für den "SC Spandau 04", gehörten die Spandauer Clubs "04" und "Wasserfreunde" jahrelang zu Mitbewerbern bei den Spielen um die Deutsche Meisterschaft. Bei den 1922 in Berlin ausgetragenen Deutschen Kampfspielen, Olympischen Spielen der Jahre 1920 und 1924, errang der SC Spandau 04 einen 4. Platz. In der Deutschen Meisterschaft 1922 drang Spandau bis ins Halbfinale vor. Im Jahr darauf 1923 schaffte "04" mit einem 3.Platz seine beste Plazierung zwischen den Weltkriegen. Für den Olympiakader 1928, 1932 und 1936 wurden jeweils Spandauer Spieler abgestellt. Sie fanden aber wegen der Blockbildung aus Spielern der Meister Hellas Magdeburg und Wasserfreunde Hannover für die Nationalmannschaft keine Berücksichtigung. Nach dem 2. Weltkrieg litt Berlin lange Jahre unter dem "Inseldasein". Gute Spieler, so der Spandauer Torwart Günter Heine, der 1952 Olympiateilnehmer wurde, wanderten nach Westdeutschland ab.
Ein Neuanfang auf höchstem Niveau
Ende der 60er Jahre wurde der Wasserballsport in Berlin durch die Verpflichtung des jugoslawischen Trainers Alfred Balen auf höchstem Niveau wiederbelebt. In Zusammenarbeit mit Spandaus Olympiateilnehmer Wolf-Rüdiger Schulz (Mexiko 1968), dessen Berufung an einen kurzzeitigen Wechsel zum Meister Rote Erde Hamm geknüpft war, konnte Berlin zur deutschen Wasserballhochburg aufgebaut werden.Die Fusion der beiden Spandauer Vereine 1976 zu "WASSERFREUNDE SPANDAU 04" war das Startsignal für den Durchbruch. Ab 1979 fielen Meisterschaft und Pokal in nie dagewesener Regelmäßigkeit an Spandau. Innerhalb von 20 Jahren wurden 20 Deutsche Meisterschaften und 17 Pokalsiege registriert.Auch der nationale Supercup (Meister gegen Pokalsieger), eine Stiftung des Spandauer Wasserballwarts Dr. Günter Schwill, wurde von 1979 bis 1985 siebenmal in Folge gewonnen. Nach 11jähriger Pause wurde der Supercup 1997 wiederbelebt und zwei weitere Male von Spandau gewonnen.
zusammengestellt von Dr. Günter Schwill
Tabellarische Geschichtsablauf
1904 |
Vereinsgründung des “Schwimm-Club Spandau 04“
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1911 |
Gründung der “Spandauer Wasserfreunde“. Die “Schwimmsparte Spandau“ als Nachkriegssportgemeinschaft vereint
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1946 |
erstmals Wasserfreunde“ und “04-er“.
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1950 |
folgt die Neugründung der “Spandauer Wasserfreunde“ und des “SC Spandau 04“. |
1968 |
nimmt Wolf-Rüdiger-Schulz als erster Wasserballer des SC Spandau 04 an den Olympischen Spielen von Mexico-City teil. |
1976 |
Fusion der “Spandauer Wasserfreunde“ und des “SC Spandau 04“ zu ‘Wasserfreunden Spandau 04“. Peter Röhle nimmt erstmalig an den Olympischen Spielen von Montreal teil. |
1979 |
wird die Wasserballmannschaft erstmalig Deutscher Meister und Pokalsieger.
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1980 |
stehen in der Olympiamannschaft für Moskau fünf Spandauer Wasserballer. |
1982 |
gewinnen die Wasserfreunde Spandau erstmalig den Europapokal der Landesmeister. |
1984 |
sind sechs Spandauer (Peter Röhle, Frank Otto, Thomas Loeobb, Roland Freund, Hagen Stamm und Armando Fernandez) am Gewinn der Bronzemedaille im Wasserball bei den Olympischen Spielen in Los Angeles beteiligt. |
1986 |
verstirbt Meistertrainer Alfred Baien am Beckenrand nach dem Gewinn des LEN-Supercups. |
1988 |
sechs Spandauer Spieler in der Olympiamannschaft der Wasserballer für Seoul |
1992 |
vertreten fünf Spandauer Spieler die Vereinsfarben bei den Olympischen Spielen in Barcelona |
1996 |
sind bei den Olympischen Spielen von Atlanta vier Spandauer dabei. |
1997 |
gewinnen die Spandauer Wasserballer die 18. Deutsche Meisterschaft und
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1998 |
Gewinn Deutsche Meisterschaft zum 19. Mal.
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1999 |
gewinnt die Mannschaft alle drei Titel (20. Deutsche Meisterschaft, 17. Deutscher Pokal und den 9. Deutschen Supercup) und qualifiziert sich nach zwei Jahren Abstinenz wieder für die europäische Champions League |
2000 |
wird zum 21. x die Deutsche Meisterschaft gewonnen und zum 18. Mai der Deutschen Pokal. Die Senioren-Wasserballmannschaft „Moby Dicks“ wird Senioren-Weltmeister in der AK35. |
2001 |
Deutscher Meister, Pokalsieger und Super Cup Sieger |
2002 |
feiert das Team die 23. Deutsche Wasserballmeisterschaft und den 20. Pokalsieg. Mit dem Gewinn des Deutschen Supercups holen Sie den 60. Titel in der Vereinsgeschichte nach Berlin Acht Spandauer Wasserballer gehören zum A-Kader der Nationalmannschaft und trainieren für Olympia 2004. |
2003 |
werden die Wasserfreunde Spandau 04 mit 24:0 Punkten aus der Hin — und Rückrunde und nach den Play-offs ungeschlagen zum 24. Mal Deutscher Meister. Die grandiose Saison endet mit dem Einzug als Gruppenzweiter in das Final Four der Champions League. Spandau 04 gehört zu den vier Topmannschaften Europas. Acht Spieler aus dem Kader der WF gehören zur
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2004 |
zum 100 -jährigen Jubiläum des Vereins gewinnt das Team von Peter Röhle seinen 25. Deutschen Meisterschaftstitel und holt auch den anderen nationalen Titel „Pokalsieger“ nach Berlin. Mit Alexander Tchigir, Patrick Weissinger, Thomas Schertwitis, Sören Mackeben, Marc Politze, Fabian Schrödter und Jens Pohlmann stellen die Wasserfreunde Spandau 04 sieben Spieler des Olympiakaders für Athen und erringen den 5. Platz. |
2005 |
Deutscher Meister und Pokalsieger, 5 Spieler werden mit der Deutschen Nationalmannschaft Weltliga-Dritter: Alexander Tchigir, Marco Savic, Sören Mackeben, Marc Politze, Andreas Schlotterbeck
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2006 |
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Einen Überblick über die gesamte Vereinsgeschichte der Wasserfreunde Spandau 04 erhalten Sie in unserer Vereinschronik: Aus der Havel in die Welt | Zum 100-jährigen Jubiläum der Wasserfreunde Spandau 04 e. V.
Die Chronik können Sie über die Geschäftsstelle beziehen.


